Employer Branding ist ein langfristig angelegter Prozess

Wichtig sind dabei die ersten Schritte. Ganz sicher gibt es auch in Ihrem Bauunternehmen positive Dinge und Themen, die nicht unbedingt bei Ihren Mitbewerbern vorausgesetzt werden können. Zum Beispiel Ihre zufriedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder besonders viele zufriedene Kunden. Dann fangen Sie umgehend damit an.

Kriterien mit den Mitarbeitern erarbeiten und diskutieren

  • Wie steht es bei Ihnen mit der offenen Tür zum „Chef“?
  • Wie flexibel und kundenorientiert ist Ihr Unternehmen wirklich?
  • Wie halten Sie es mit der Geschwindigkeit bei notwendigen Entscheidungen?

Vielleicht wird Ihr Unternehmen deutlich besser eingeschätzt, als Sie es vermuten. Und wenn Ihre Mitarbeiter das eine oder andere noch nicht so sehen, diskutieren Sie es loyal aus.

Folie12

Die Bestandsaufnahme

Gründen Sie eine Projekt- oder Arbeitsgruppe mit Freiwilligen. Wenn es erstaunlich viele Freiwillige werden, ist das egal. Je mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich beteiligen, umso besser ist das für deren Motivation und Identität mit dem Unternehmen. Geben Sie das konkrete Thema, Ziel und Zeitfenster vor. Sie übernehmen dann den Vorsitz bzw. die Leitung.

Ehrlich und vollständig in die Analyse gehen

Auf jeden Fall sollten Sie im ersten Schritt eine ehrliche und vollständige Bestandsaufnahme der individuellen Stärken und Schwächen aus Sicht Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und aus Ihrer Sicht machen. Denken Sie dabei auch an die so genannten Kleinigkeiten und Selbstverständlichkeiten.

Dazu gehören zum Beispiel kostenlose Getränke am Arbeitsplatz oder das Teammeeting einmal in der Woche. Alles nicht unbedingt selbstverständlich. Eine sorgfältige Bestandsaufnahme lohnt also immer.

Qualitätsergebnisse aus zertifizierten Bauherrenbefragungen wie Referenzen, Rezensionen und Testimonials in Verbindung mit unserem Gütesiegel „Geprüfte Bauherren-Zufriedenheit“ sind sehr gut dazu geeignet, Ihre Arbeitgebermarke aufzuwerten. So stärken Sie einerseits die Mitarbeiterbindung und tun sich leichter in der Gewinnung neuer Fachkräfte.

 

Mitarbeiterbefragung geeignetes Analyseinstrument

 

Eine Mitarbeiterbefragung, ob im Rahmen eines Workshops oder per schriftlicher Befragung, erfüllt denselben Zweck. Der Vorteil, der hierdurch generiert wird: Alle Mitarbeiter wie Führungskräfte werden in die Analyse einbezogen. Wenn Sie dies noch vorhaben und keinen externen Dienstleister beauftragen, beachten Sie folgende Fragen:

  • Was zeichnet Sie als Arbeitgeber heute insgesamt aus?
  • Was zählen Sie zu Ihren Stärken? Was zu Ihren Schwächen?
  • Wie sind die Arbeitsbedingungen zu beurteilen?
  • Wie die Ausstattung der Arbeitsplätze?
  • Wie kann die Zusammenarbeit/Teamwork im Unternehmen beschrieben werden?
  • Was sind Gründe, warum sich neue Mitarbeiter für Ihr Unternehmen entscheiden?
  • Welche fehlen Ihnen da noch?
  • Welche Werte vertritt das Unternehmen als Arbeitgeber?
  • Welches Image bzw. welchen Ruf hat das Unternehmen als Arbeitgeber der Region?
  • Wie könnte Ihre Unternehmenskultur beschrieben werden?
  • Ist Ihre Führungsphilosophie kooperativ, modern und zeitgerecht?
  • Reicht die Kundenorientierung im Unternehmen für die Zukunft aus?
  • Ist das Unternehmen innovativ genug?
  • Kann im Unternehmen selbständig gearbeitet werden?
  • Sind unsere Weiterbildungsmaßnahmen ausreichend?
  • Was könnte in dem Zusammenhang noch interessieren?
  • Warum lohnt es sich für neue Mitarbeiter, ins Unternehmen zu kommen?
  • Was Besonderes bieten Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern noch?

In Workshops und Mitarbeiterbefragungen haben wir das immer wieder ausgewertet. Hier die für KMU typischen Stärken:

  • Flache Hierarchie
  • Nähe zur Geschäftsführung und mögliche, direkte Ansprache
  • Verlässlichkeit der Leitung und untereinander
  • Kurze Entscheidungswege, schnelle Entscheidungen
  • Viel Verantwortung im Rahmen der Aufgaben
  • Gute, vertrauensvolle Teamarbeit
  • Loyalität und Verbundenheit des „Chefs“ gegenüber Mitarbeitern
  • Innovatives Arbeitsklima
  • Flexibilität, Änderungsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit
  • Familiäres Betriebsklima
  • Regelmäßige Teambesprechungen
  • Problemlösungen im Team
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Breite, abwechslungsreiche Tätigkeiten
  • Kundenorientierung und viele zufriedene Kunden
  • Angenehme Arbeitsbedingungen
  • Gute Ausstattung der Arbeitsplätze
  • Flexibilität, wenn diese gefordert ist

Alles Kriterien, die auf den ersten Blick als vollkommen normal bewertet werden. Sind sie aber nicht. Nicht umsonst berichtet die GALLUP-Organisation jährlich über Missstände in deutschen Unternehmen, die dazu führen, dass die Mehrheit der Beschäftigten sich nicht mit Ihrem Arbeitgeber identifiziert.

Verantwortlich: Theo van der Burgt c/o BAUHERRENreport GmbH

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s